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Bundesversammlung 2010: 1244 Wahlmänner und Wahlfrauen dürfen den neuen Bundespräsident wählen

Gemäß Art. 54 Absatz 3 GG besteht die Bundesversammlung aus den Mitgliedern des Bundestages
(sog. geborene Mitglieder) und einer gleichen Anzahl von Mitgliedern, die von den Volksvertretungen
der Länder nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt werden (sog. gekorene Mitglieder).
Der Bundestag hat derzeit 622 Mitglieder, die 14. Bundesversammlung wird daher aus 1.244
Wahlfrauen und Wahlmännern bestehen.

Die Zusammensetzung der Bundesversammlung und das Wahlverfahren sind im Gesetz über die
Wahl des Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung (BPräsWahlG) geregelt. Nach § 2 Absatz
1 BPräsWahlG stellt die Bundesregierung fest, wie viele Mitglieder die einzelnen Landtage zur
Bundesversammlung zu wählen haben und gibt dies im Bundesgesetzblatt bekannt. Die Zahl der
von den Landtagen zu wählenden Wahlfrauen und Wahlmänner ergibt sich entsprechend deren
Anteil an der deutschen Bevölkerung; die ausländische Bevölkerung wird nicht berücksichtigt. Dem
Beschluss liegen die aktuellsten Zahlen der amtlichen Bevölkerungsstatistik zugrunde. Die Bundesregierung
hat am 2. Juni 2010 festgestellt, wie viele Mitglieder die einzelnen Landtage zur Bundesversammlung
zu wählen haben:

Baden-Württemberg 79
Bayern 95
Berlin 25
Brandenburg 20
Bremen 5
Hamburg 13
Hessen 45
Mecklenburg-Vorpommern 13
Niedersachsen 62
Nordrhein-Westfalen 133
Rheinland-Pfalz 31
Saarland 8
Sachsen 34
Sachsen-Anhalt 19
Schleswig-Holstein 22
Thüringen 18
Quelle: Deutscher Bundestag – Aktueller Begriff Nr. 39/10 (08. Juni 2010)

8 Kommentare zu Bundesversammlung 2010: 1244 Wahlmänner und Wahlfrauen dürfen den neuen Bundespräsident wählen

  • alexander gross

    Warum wird immer wieder von den Parteien auf eine geschlossene Wahl für einen bestimmten Kandidaten verwiesen? Ist es nicht im Grundgesetz verankert, das der Wählende nur nach seinem Gewissen „frei“ wählen soll und nicht nach dem Parteienprinzip!

  • Gisela Fischer

    Wie ist das Auswahlverfahren für die prominenten Nicht-Politiker als Wahlmänner – und müssen dafür dann die Landtagsabgeordneten zu hause bleiben?

  • AF

    Unter https://www.wahlumfrage.de/?p=4656 finden Sie die Links zu allen Ordentlichen Wahlmännern und Wahlfrauen der Bundesversammlung aufgeteilt in Bundestagsabgeordnete und die von den Ländern gewählten.

    Dieses Jahr wurde weniger prominente Nicht-Politiker als Wahlmänner bestimmt, da Union und FDP lieber ihre Landtagsabgeordneten einsetzte. So sollte eine Mehrheit für Wulff gesichert werden.

  • Gisela Fischer

    warum erfahren wir nichts über die freien Wahlfrauen und Wahlmänner die als Sportler oder Schauspieler das Recht erhalten unseren Bundespräsidenten mit wählen zu dürfen?

  • Hannelore Geisendorf

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich möchte gerne wissen, wie die „freien Wahlfrauen-/männer“ ausgewählt werden und wieviele (Sportler,Schauspieler, etc.)! Leider habe ich dazu keine passenden Hinweise gefunden. Würde mich sehr über eine Antwort freuen. Dank und freundliche Grüße Hannelore Geisendorf

  • jowi

    Darf man fragen, weshalb Herr Gauck nicht bloß eine Marionette der SPD/Grünen ist? Er wird auf jeden Fall von ihnen aus parteitaktischem Kalkül massiv manipuliert und die Dummen fallen daruf herein. Die Medien jubeln diesem Treiben untertänigst zu, weit hinein ins konservative Lager.

  • […] als mitbestimmer bei der wahl qualifizieren würde. da lasse ich doch lieber die anderen 1,5 x 10 hoch minus 3 prozent der bevökerung wählen, zum beispiel sönke wortmann oder walter sittler oder der willi […]

  • H.H.Jakober

    Sollte tatsächlich der neue Bundespräsident erneut nur nach parteipolitischen Gesichtspunkten – Machterhalt der Regierung – und nicht nach einem mehrheitlichen Votum des
    „VOLKES“ (dem sich ja angeblich die Regierenden verpflichtet fühlen) erfolgen, garantiere ich nicht nur eine weitere Demokratieverdrossenheit, sondern auch die Gefahr, dass RADIKALE ( wahrscheinlich von Rechts)davon profitieren werden.
    Deshalb apelliere ich an die Bundeskanzlerin – entsprechend ihrem Amtseid – „zum Wohle des Volkes und unseres Landes, und nicht zum Wohle der eigenen Partei“- über ihren Schatten zu springen und für den ( auch von Ihr selbst gelobten) Kandidaten Gauck den Weg frei zu machen.

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