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Kommentar: Die Leiden des jungen Rösler

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel stellte unlängst öffentlich die Frage, ob die Existenz der FDP in der heutigen Zeit überhaupt noch Sinn macht. Da drängt sich dem Autor der Gedanke auf: wer im viel- und einfältigen Politikbetrieb ist denn überhaupt noch zu gebrauchen?

Das Parteiprogramm der Union wird benötigt für die Leihstimmen, die Richtung FDP geschoben werden. Und man kann sich dieses als Union auch leisten, weil man sowieso weit vor den Sozialdemokraten auf Bundesebene in Führung liegt, muss es sich sogar leisten, weil es so scheint, als wäre die politische Agenda der Union lediglich mit denen der FDP kompatibel. Zumindest so lange bis man eine alleinige Mehrheit bekommt. Die Sozialdemokraten braucht man ihrerseits um zumindest nach Außen den politischen Patt-Thriller weiterschreiben zu können und um jederzeit aus Unionskreisen verlautbaren zu lassen „Schaut, wir sind immer noch besser, auch wenn die SPD jetzt eine bedeutende Rauchschwade mehr auf ihrer Seite hat. Solange die führenden Sozis sich für Vorträge bezahlen lassen, was man normalerweise wenigstens den Liberalen zuschieben würde, und dieses nicht gleich in oder zumindest gegenüber der BILD kundtun, wird Supermerkel immerzu sagen können: Wer ko, der ko. Denn die Nichtraucherin, die die Welt in Europa rettet, lässt sich auch nicht von schachspielenden Rauchschwaden vertreiben. Und somit auch nicht von mittlerweile erwachsenen Grünen. Die Zeiten wo es noch hieß: „Wir fordern den Preis von 5 D-Mark pro Liter Benzin“ sind vorbei, und damit vermutlich auch die Zeit der kritischen 5%-Hürde, auch wenn die 5 D-Mark sicher in anderer Weise wiederkommen wird. Das grüne Gewissen ist da. Und alle Windparks und Fukushimas machen Ihm mehr Mut. Fast scheint es schon, als würde sich bald der Spitzenkandidat der Grünen, Trittin, das Hemd zerreißen, und mit prallen Fäusten auf seine Brust schlagen. Und die Kanzlerin würde sagen: Ja was hat er denn? Soll er doch in den Dschungel gehen. Währenddessen versucht der junge Rösler sein drohendes Schicksal, das Camp 2014, durch verkorkste Witze wegzureden und Gabriels Weissagung abzuwenden. Er sitzt mitten im Rund der Arena, und es gibt noch zwei Ecken, in die er sich verkriechen könnte. Auf dem Schoß von Mama Merkel ist er, gestriegelt und gebügelt, aber immer in Gefahr vor lauter Ehrgeiz vorne über zu kippen, unter ihm der Dschungel und das grüne Gewissen, die drei roten Lausbübchen reiben sich zwischen den Ranken vergebens an Mamas Fersen. Und als Sahnehäubchen obendrauf wird er auch noch von Linken und Piraten geärgert. In deren Ecken hätte er sich allzu gerne geflüchtet. Denn entweder möchte er hipp sein oder ohne Verantwortung. Und das nicht nur in Niedersachsen.

Gastkommentar von Michael Weißenberger

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